Pimpinelle oder Kleiner Wiesenknopf

Posted on 31. Mai 2015 By

Die richtige Bezeichnung dieser Würz- und Salatpflanze ist eigentlich „Kleiner Wiesenknopf“ (Sanguisorba minor), eine Pflanzen-Art aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae), die mit der Gattung Bibernellen aus der Familie der Doldenblütler nicht verwandt ist. Wegen dieser Verwechslung sollte eigentlich bei dieser Art nicht von Pimpernelle gesprochen werden und auch die ebenfalls gebräuchlichen, auf Bibernelle /Pimpinelle hinweisenden Namen wie Falsche Bibernelle, Rote Bibernelle, Wiesenbibernelle, Welsche Bibernelle, Pimpinelle bzw. Pimpernelle, Gartenbibernelle oder Kleine Bibernelle vermieden werden. Besonders letztere kann zu Verwechlungen führen, die als Kleine Bibernelle auch Pimpinella saxifraga, eine Art der Bibernellen bezeichnet wird.


Des weiteren werden aber auch viele andere, z.T. nur regional verwendete Namen für den Kleinen Wiesenknopf genannt, wie z.B. Blutstillerin, Blutströpfchen, Braunelle, Drachenblut, Herrgottsworte, Körbelskraut, Költeltskraut, Sperberkraut, Wurmkraut, Becherblume, , Kleines Blutkraut, Megenkraut oder Nagelkraut bekannt.

Da sich aber die Bezeichnung Pimpinelle zumindest in Deutschland am weitesten verbreitet hat, wurde sie hier auch als solche erfasst.

Pimpinelle bzw. Pimpernelle ist eine ausdauernde, winterharte Pflanze, die in ganz Mitteleuropa heimisch ist und hier Wuchshöhen bis etwa 70 cm erreicht. Das Verbreitungsgebiet reicht hiervon ausgehend im Norden bis Skandinavien, im Süden bis nach Nordafrika und im Südosten recht es bis nach Afghanistan.

Pimpinelle als Würzkraut

Pimpinelle wird als Salatpflanze und Würzkraut verwendet. Es hat den Vorteil, daß es, besonders im Küchengarten gepflanzt, das ganze Jahr hiundurch geerntet werden kann.

Besonders in der kalten Jahreszeit ist diese völlig winterharte immergrüne buschige Staude eine willkommene Salatzutat. Daneben können die Blättchen auch an Saucen, Quark, Frischkäsezubereitungen und Dressings gegeben werden.

Heilpflanze

Sanguisorba minor hat mit etwa 500 mg pro 100 g Frischgewicht einen hohen Gehalt an Vitamin C. Der Kleine Wiesenknopf wirkt appetitanregend und ein aus den Blättern bereiteter Tee lindert bei der äußerlichen Anwendung Sonnenbrand und gerötete Haut. Getrunken soll er stärkend wirken, leicht harntreibend und kariesvorbeugend. Ferner hilft der Tee bei Dünndarmentzündungen, Leber- und Gallebeschwerden. Ein aus der Wurzel gekochter Sud kann bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum zum Gurgeln verwendet werden.


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