Echter Alant (Helenenkraut)

Posted on 30. Mai 2015 By

Der Echte Alant (Inula helenium) ist eine bereits seit der Antike als Würzpflanze und Heilpflanze verwendete Staude. Aus Ihrer Verwendung in der Volksheilkunde trägt sie viele, teilweise nur regional gebräuchliche Trivialnamen wie z.B. Altkraut, Brustalant, Darmkraut, Darmwurz, Edelwurz, Glockenwurz, Helenenkraut, Odinskopf oder auch Schlangenkraut. Die ursprüngliche Heimat des echten Alant ist Kleinasien und Zentralasien. In Europa ist Echter Alant heute insbesondere in Deutschland, Holland und auf dem Balkan verbreitet.


Echter Alant gedeiht gut am Rande des Kräutergartens, wenn man ihm genügend Raum gibt, um seine recht großen, bis zu 50 cm langen Blätter zu entfalten. Insbesondere wegen ihrer vielen sonnenblumenähnlichen Blüten ist die Pflanze auch eine beliebte Zierpflanze.

Die ausdauernde, krautige, mehrjährige Pflanze erreicht eine stattliche Höhe von bis zu zwei Metern mit auffälligen gelben Blüten, die entfernt an Sonnenblumen erinnern und zwischen Ende Juni und September erscheinen.

Alant als Gewürz

Alant wird heute eher selten in der Küche zum würzen verwendet. Alantwurzel (Bezeichnung: Helenii radix) fand früher wegen ihres harzigen und bitteren Geschmacks Verwendung als Gewürz für bestimmte Süßspeisen und für Magenbitter. Auch kandierte Alantwurzel galt lange Zeit als Leckerbissen. Da manche Menschen auf Alant mit Allergien reagieren, findet Alant fast nur noch in Bitter-Likören Verwendung.

Die Rezeptsammlung „De re coquinaria“ aus dem 4. Jahrhundert, die auf den römischen Feinschmecker und Koch Apicius zurückgehen soll, zählt Alant sogar unter den Gewürzen auf, die in einem römischen Hause vorhanden sein müssen, „auf dass es beim Würzen an nichts fehle“.

Generell kann getrocknete Alant-Wurzel (in Maßen) als Würze für Süßspeisen, zu Fleisch- oder Fischsoßen verwendet werden.

Alant als Heilpflanze

Der überwiegend verwendete Teil ist die Wurzel (Helenii rhizoma). Aufgrund ihrer schleimlösenden Wirkung ist die Alantwurzel z.B. Bestandteil von manchem Hustensaft auf pflanzlicher Basis. Der genaue Wirkeffekt des Alant konnte noch nicht geklärt werden. Es wird angenommen, daß die ätherischen Öle einen auswurffördernden und leicht krampflösenden Effekt haben.

In der Volksmedizin wurde Alant auch bei weiteren Leiden wie Bronchialkatarrhen, Blähungen, Harnverhalten, Magen-Darm-Beschwerden, Gelbsucht und Würmer verwendet. Eine Salbe aus Alantwurzel und Schweineschmalz wurde äußerlich gegen Krätze, Geschwüre und Ekzeme benutzt. In Siebenbürgen und im Spreewald wurde der Alant bei Brustbeschwerden wie Tabak geraucht. Geblieben ist hiervon vor allem die Verwendung als Hustenmittel.

Wie bei bei den meisten Heilpflanzen ist auch beim Echten Alant die Dosis entscheidend. In großen Mengen zu sich genommen kann er zu Erbrechen, Durchfall, Krämpfen und Lähmungen führen.


BeschreibungenWurzeln


  1. Gretchen sagt:

    Hallo,
    ich möchte gerne ein Hustensirup herstellen, weiß aber nicht wie viel gramm getrocknete Atantwurzeln zu wieviel Wasser und Zucker.
    Wasser und Zucker muß ca 1 zu 1 sein, aber wie viel Alantwurzel soll ich nehmen?
    Ich hatte mal ein Rezept gesehen und mir einen nach Anleitung gemacht, der war sehr gut gegen chronischen Husten. Tee ist immer schwer mit der Anwendung, kann man nicht so gut mit sich herum tragen 😉

    mfg

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